Historie Bier

Historie Herstellung

Leider lĂ€sst sich die Frage, wann genau das erste von Menschen getrunken wurde, nicht genau feststellen. Auf jeden Fall wurden die Grundvoraussetzungen, nĂ€mlich der begonnen werden. Dazu musste ein Teil der Menschheit sesshaft gewesen sein. Hieraus lĂ€sst sich schließen, dass die Entstehung des Bieres, allerdings nicht in der heute bekannten Form, zehntausend Jahre her sein kann. Es ist anzunehmen, dass es ein zufĂ€lliges Ereignis, nĂ€mlich das feuchte Brot zu gĂ€ren begann, als Ursprung anzusehen ist. Diese Entdeckung wurde zunĂ€chst probiert und als wohlschmeckend empfunden. Nun setzte man alles daran, diese zufĂ€llige Begebenheit nachzustellen und zu vervielfĂ€ltigen. Dies hatte zu dieser Zeit recht großen Erfolg.

 

Unter König (1728-1686 v. Chr.) waren bereits 20 verschiedene Sorten von Bier bekannt. So wĂ€ren an dieser Stelle folgende Arten zu nennen. Es gab das wĂ€ssrige Gerstenbier, bekannt als DĂŒnnbier. Zudem waren das Schwarzbier, das Weißbier und das Lagerbier bekannt. Zu dieser Zeit wurden schon Preisunterschiede bei den verschiedenen QualitĂ€ten festgelegt. Als Zahlungsmittel kam Silber in Betracht. Nicht wie sonst möglich konnten andere Waren dagegen eingetauscht werden. Dazu war dieser Trunk zu begeht.

Im alten Ägypten, also vor ca. 3.000 Jahren konnten durch ArchĂ€ologen viele Hinweise ĂŒber das Bier brauen gefunden werden. Wandmalereien zeigten, wie es sich im Alltag gestaltete. Anhand der Hieroglyphen, welche auch in Grabkammern gefunden worden, sind Überlieferungen der Zubereitungsweise erhalten geblieben. Nachdem das gesĂ€te Getreide fĂŒr die Ernte bereit war, wurde diesem Sauerteig hinzugefĂŒgt. Nachdem die weiteren ArbeitsablĂ€ufe beendet waren, begann man zu dieser Zeit erstmals das Bier in KrĂŒge ab zufĂŒllen. Mit einem Tonverschluss versehen, konnten das Normalbier und auch das Starkbier transportiert werden. Die Kunst des Bierbrauens wurde durch die Juden aus dem alten Testament mit in das „Gelobte Land“ genommen. Das Bier hatte allerdings in der WertschĂ€tzung ein geringeres Ansehen, als der Wein. Die ĂŒberlieferten Rezepte wurden bald durch eigene Braukunst der Griechen abgeĂ€ndert. Trotz dieser Tatsache blieb es das GetrĂ€nk fĂŒr die Ă€rmere Bevölkerung. Durch den Alkoholgehalt des Biers wurde es zusehends mehr zum Abend getrunken. Somit war es auch als Schlaftrunk bekannt. Diese Kunst wurde an die Römer weitergeben. Aber erst nachdem diese durch Reisen in andere LĂ€nder auch unterschiedliche Biersorten kennenlernten, verhalf dem Bier zu einem besseren Ruf. Bei den Kelten konnte man schon ein gutes Weizenbier finden. Ihre Besonderheit beim Genuss bestand darin, dass sie Honig zum SĂŒĂŸen verwendeten. Auf die britischen Inseln gelangte das gallische Bier durch Julius CĂ€sar. Ob die Germanen die Braukunst von den Kelten oder den Römern erlernten, ist nicht genau nachgewiesen. Das Fladenbrot hingegen wurde laut Forschungsberichten bereits 1.500 v. Chr. gebacken.

Das stellte die Basis zum Brauen von Bier dar. Die alten Germanen, welche am Rhein lebten, konnten nicht lesen und auch nicht schreiben. Aus diesem Grund konnten Erfolge oder Misserfolge bei der Herstellung des Biers nicht dokumentiert werden. Im Gegensatz zu den Germanen zeichneten die Römer alle wichtigen Ereignisse auf. Sogar wie es sich mit dem Konsum des Biers bei den Germanen gehandhabt wurde. SpĂ€tere Ausgrabungen brachten dies zutage. Der römische Geschichtsschreiber, Cornelius Tacitus, lebte im ersten Jahrhundert nach Christus. Diesen Berichten ist zu entnehmen, dass die Germanen stĂ€ndig mit Trinkhörnern in den HĂ€nden zu sehen waren. Ihr Biergenuss war als extrem hoc zu bezeichnen. Auf dem BĂ€renfell liegend konsumierten sie neben Met, vor allem Bier. Hier könnte das Sprichwort „Durst ist schlimmer als Heimweh“ Anwendung finden. Es wurde bei Feiern fast zu einem Sport, wer mehr Bier vertrĂ€gt, als der Andere.
Als gesichert gilt, dass etwa 800 v. Chr. in Kasendorf, nicht weit entfernt vom heutigen Kulmbach, eine Grabbeigabe in Form eines gefĂŒllten Bierkruges, bestand. Dies ist bei Ausgrabungen entdeckt worden. Es ist davon auszugehen, dass fĂŒr den Weg nach dem Tod, nicht nur Speisen, sondern auch GetrĂ€nke ins Grab gelegt wurden. Zu dieser Zeit hĂ€ufig der Gerstentrunk. Leider war es fĂŒr die Germanen nicht leicht, ein Anbaugebiet fĂŒr Getreide zu finden. Nach vielen Versuchen, viel Arbeit und mit viel Geduld, schafften sie es dennoch Boden dafĂŒr urbar zu machen. Viele Möglichkeiten ergaben sich um Laufe der Zeit. Aus welchen Produkten Bier gebraut werden kann. Es wurden auch immer mehr GerĂ€te gefunden, welche zum Bierbrauen verwendet worden. Auch die Frauen mussten viel Arbeit in die Braukunst stecken. TongefĂ€ĂŸe mit passendem Verschluss wurden nun immer hĂ€ufiger gefunden. Diese wurden zur kĂŒhlen Lagerung in den Boden eingegraben. So wurde eine lĂ€ngere Haltbarkeit erreicht. Neuer Erkenntnisse brachten die Menschen dazu, die BierwĂŒrze zu sieden oder wenigstens zu erhitzen. Es entwickelten sich zwei Methoden. Bei der ersten Art wurden in den Kessel, in welchem sich der Ansatz befand, wurden heiße Steine gegeben. Diese Weise bekam den Namen nach KĂ€rntner Art.

In MĂŒnchen ist ein Teil der originalen Ausstattung der KĂ€rntner-Stein-Brauerei zu besichtigen. Auch andere Brauereien bieten FĂŒhrungen an, bei welchen man die moderne Herstellungsweise mit der historischen Arbeitsweise gut vergleichen kann. Die zweite Art war das Erhitzen ĂŒber dem Feuer. Das Kimbernvolk benutze hierfĂŒr einen Kessel. Dieser hatte ein Fassungsvermögen von ungefĂ€hr 500 Litern. Da zu diesem Zeitpunkt sehr, wirklich sehr viel Bier getrunken wurde, war diese GrĂ¶ĂŸe erforderlich. Nur die Herstellung dieser Bierkessel gestaltete sich nicht so einfach.

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