Hobbybrauer

Der Tipp für die Hobbybrauer – die gerne Bier trinken

Sehr beliebt es, das Bier zu Hause zu brauen. Das stellt auch keine große Schwierigkeit dar und kann zum Hobby werden.

Wichtig: ist es zu wissen, dass es in Deutschland gestattet ist, 200 Liter Bier im Jahr steuerfrei zu brauen. Bier selber brauen, verlangt ein genaues und vor allem sauberes Arbeiten und auch etwas Geduld.

 

Für eine Menge von etwa 20 Litern werden folgende Artikel benötigt:

1 Eimer 30 Liter mit Deckel
1 Auslaufhahn aus Kunststoff
1 Abfüllröhrchen
1 Gärröhrchen mit einer Gummimuffe
1 Braulöffel
1 Thermometer gefüllt mit Flüssigkristall, selbstklebend
100 g Desinfektionsmittel Messzylinder
Hydrometer
500 g Malzextrakt – Bierkitt in unterschiedlichen Richtungen, inklusive Hefe

 

So ist der Ablauf:
Hygiene ist das oberste Gebot. Deshalb muss was zum Bierbrauen benötigt wird zunächst desinfiziert werden. Eine Desinfektionslösung, je nach Angabe des Herstellers, findet hier Verwendung. Jetzt kann schon mit dem Brauen begonnen werden. Das Flüssigkristall – Thermometer sollte in den 30 Litern Eimer angebracht werden. Vom Boden sollte es in einem Abstand zwischen 5 und 10 Zentimeter platziert werden. Das Gärröhrchen muss an der Öffnung des Deckels befestigt werden. An der Seite des Eimers wird der Auslaufhahn angebracht.
Der Malzextrakt wird meist in der Dose geliefert. Dieser wird im heißen Wasser erwärmt. Das Wasser darf aber nicht kochen. Der Anbieter weist noch einmal gesondert auf den Zeitraum hin. Nachdem 2 Liter Wasser zum Kochen gebracht wurden, gibt man den Inhalt der Dose dazu. Jetzt muss man so lange rühren, bis sich alle Bestandteile aufgelöst haben. Jetzt ist darauf zu achtet, dass das Thermometer etwa 24 Grad anzeigt. Es kommt nun die Hefe, welche im Beutel beiliegt, dazu. Das Gärröhrchen wird mit abgekochtem Wasser bis zur Markierung gefüllt.
Man legt den Deckel, lose mit dem Gärröhrchen, aber ohne Verschluss, auf den Eimer. Für 24 Stunden, bei etwa 22 Grad Zimmertemperatur, belässt man diesen Zustand. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Deckel fest verschlossen werden und 2 Tage ruhen. In diesem Zeitraum beginnt die Gärung. Nach den 2 Tagen sollte man das Gärröhrchen, mittels Deckel, verschließen.
Nach etwa 8 Tagen sollte die Hauptgärung abgeschlossen sein. Es wird eine Probe mit dem Messzylinder entnommen. Mit dem Hydrometer sollte, stellt man das spezifische Gewicht fest. Das kann man der beiliegenden Tabelle entnehmen. Sollte das nicht der Fall sein, lässt es man es noch ein bis zwei Tage stehen lassen. Stimmt der Wert, kann das Bier, in die sauberen Flaschen abgefüllt werden. Am besten zum Abfüllen sind Flaschen, die luftdicht verschlossen werden können, geeignet. Schon kann man sich sein eigenes Bier schmecken lassen.

Die Vorbereitungen zur Bierherstellung

Vorbereitungen zur Bierherstellung

Um Bier zu brauen b.z.w für die Bierherstellung, benötigt man Wasser, Malz und Gerste. Soll es ein Weizenbier ergeben, wird natürlich Weizen verwendet. Um ein gutes Getreide zu erhalten, sollte schon bei der Aussaat auf Qualität geachtet werden. Ist das Getreide nun gereift und geerntet, fangen für die Brauereien die Vorbereitungsmaßnahmen an.

 

Bevor das Getreide in der Mälzerei vermälzt wird, muss es fein säuberlich geputzt werden. Nach der Sortierung wird es drei Tage lang in großen Behältern eingeweicht. Etwa eine Woche lang bleibt das Getreide in den Behältern. Nun beginnt es, neu zu keimen. Der Mälzer kennt durch seine Erfahrung genau den Zeitpunkt, wann der innere Kern des Getreidekorns mürbe ist. Nun ist es wasserlöslich. Entstanden ist das Grünmalz. Dieser muss jetzt getrocknet werden. Für diesen Prozess muss eine Mindesttemperatur von 85 Grad Celsius vorliegen. Diesen Ablauf bezeichnet man als das Darren. Je schneller dieser Gang durchlaufen wird, indem man die Hitze bis auf 100 Grad Celsius erhöhen kann, um so dunkler wird das Malz. Dieser Abschnitt entscheidet über den Geschmack, die Schaumbildung und die Haltbarkeit des Bieres.

Es ist somit ein sehr milder aber auch ein sehr rauchig würziger Geschmack erreichbar. Der Keimprozess spaltet die nicht wasserlöslichen Enzyme des Getreidekorns auf. Das ist die Vorstufe um den Malzzucker beim Brauen zu nutzen. Dieser Malzzucker ist vergärbar. Mit einer Schrotmühle wird das Malz zerkleinert. Die Schalen der Getreidekörner sollen hier aber erhalten bleiben.

 

Das Einmaischen:

Dieser Arbeitsvorgang wirkt sich wieder nachhaltig auf den Geschmack des Bieres aus. Deshalb sind hier die Temperaturen genau einzuhalten. In den Sudkessel wird das geschrotete Malz gegeben. Er wird jetzt Wasser mit einer Temperatur von exakt 45 Grad Celsius hinzugegeben. Die Stärke löst sich langsam aus dem Malz. Ein ständiges Rühren ist erforderlich. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird der Sud langsam auf 70 Grad Celsius erhöht. Das Enzym Amylase sorgt dafür, dass aus der Getreidestärke die Maltose (vergärbare Malzzucker) entsteht. Das Eiweiß, welches im Getreidekorn vorhanden ist, wird in Aminosäuren zerlegt. Wichtig ist, dass ausreichend Zeit zwischen den genannten 45 Grad Celsius und den 70 Grad Celsius vergeht. Der Fachmann nennt diesen Zeitraum das Rasten. Eine Temperatur von 80 Grad Celsius darf auf keinen Fall überschritten werden. Das hätte zur Folge, dass die Enzyme zerstört würden. Eine wesentliche Entscheidung ist bei der Wahl des zu verwendeten Wassers zu treffen. Benutzt man ein weiches und kalkarmes Brauwasser, ist dies besonders für herbe Biersorten geeignet. So zum Beispiel für Kölsch und Pilsener. Biere mit einem süßlicheren und malzigen Geschmack erhält man, wenn die Temperaturen die 70 Grad knapp erreichen. Der Zeitraum zum Einmaischen ist auf 2-4 Stunden zu beziffern.

Das Berufsbild eines Brauers und Mälzers:
Brauer und Mälzer werden bei den Brauereien nur noch mit abgeschlossener Berufsausbildung eingestellt. Es heißt ja nicht umsonst Braukunst. Sicher werden auch ungelernte Kräfte oder Menschen mit anderen Berufen in der Brauerei eine Beschäftigung finden. Aber für die Vorbereitung und den Brauvorgang ist Fachwissen erforderlich. Ergreift in der heutigen Zeit jemand den Beruf des Brauers und Mälzer muss er mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren rechnen.

Der wirtschaftliche Aspekt für Deutschland:
Die Kunst des Bierbauens in Deutschland ist auch von der wirtschaftlichen Seite zu betrachten. Wenn man sich einmal ansieht, wie hoch die Einnahmen durch den Export sind, muss man feststellen, dass es ein gutes Geschäft ist. Die ständigen Modernisierungen zahlen sich gerade auf diesem Gebiet aus. Ferner bindet die gewerbliche Bierindustrie eine Vielzahl von Arbeitnehmern. Sei es die Laboranten, welche ständig den Brauvorgang überwachen. Somit wird das Reinheitsgebot gewahrt. Die vielen Fachkräfte, welche eine Brauerei benötigt um den Vorgang des Brauens professionell durchzuführen. Aber au die vielen ungelernten Arbeitskräfte, welche in den anderen Abteilungen tätig sind. Sei es im Bereich der automatischen Abfüllanlage oder auch in den Zuarbeiten zum Brauvorgang. Ebenso wichtig ist die Forschung. Immer Qualität hochwertige Biere werden gesucht. Die Marktforschung bindet ebenfalls wieder sehr viele Arbeitskräfte. So ist davon auszugehen, dass das Bier einen enormen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland erzielt. Wie bei fast jedem Unternehmen ist auch die Werbung von entscheidender Bedeutung.

Nur so ist es möglich, seinen Kundenstamm ständig zu erweitern. Dies gilt selbstverständlich auch außerhalb des Landes.

Die notwendigen Anlagen:

Grundsätzlich wird bei den Brauereianlagen unter zwei Herstellungsarten unterschieden. Es handelt sich hierbei um die Industriebrauereien und die Gastraumbrauereien. Modernste Technik zumeist aus Edelstahl wird bei den Rohren, welche die Sauerstoffaufnahme minimieren und auch den Feststoffgehalt in der Würze, optimieren die Wirtschaftlichkeit. Die Gasthausbrauerei zeichnet sich durch die Tradition, ein ansprechendes Ambiente und der Fachkompetenz aus. Wichtig in einer Brauerei sind die CIP – Anlagen (Clining in Process). Der hygienische Aspekt ist beim Brauen von Bier von entscheidender Rolle. Der Einsatz dieser Anlage trägt dafür Sorge. Des Weiteren wird man eine Hefe-Anlage vorfinden. Diese dient zur Lagerung und zur Zuführung. KZE-Anlagen (Kurzzeiterhitzungsanlage) werden zur Pasteurisierung benötigt. Gebraucht wird ebenfalls noch die Zuckerlösungsanlage.
Die vereinfachte Darstellung zeigt eine Maischpfanne. Diese ist verbunden mit dem Braubottich. Weitergeleitet wird es zu Gärbottich. Zum Schluss befindet sich das Bier im Lagertank.

Bierbrauen – Die Richtlinien der Biereinteilungen

Bierbrauen die Richtlinien:

 

Der Stammwürzegehalt legt in Deutschland fest, um welche Biergattung es sich handelt.

Dies wird später umsatzsteuerlich von Bedeutung.
Das Einfachbier hat eine Stammwürze von 1,5 % – 6,9 %, gefolgt vom Schankbier.

Gehalt der Stammwürze ist zwischen 7,0 % – 10,9 %. Ab 11,0 % – 15, 9 % Stammwürze sprechen wir vom Vollbier.

Der Stammwürzgehalt bei Starkbier beginnt bei mindestens 16,0 %. Es gibt noch Biermischgetränke.

Diesen sind Fruchtsäfte oder Ähnliches zugesetzt, um den Geschmack zu verändern.

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